Schweizer Fernsehen, Schweiz Aktuell, 21.10.2008
(Bericht: Lisa Röösli / Kamera: Pierre Reischer).
 
 

 

 
 

Berner Zeitung BZ,
18.10.2008.

James Bond auf dem Schilthorn

Ein grosses Quantum Schweiz

 
Exakt vor 40 Jahren begannen auf dem Schilthorn oberhalb von Mürren die Dreharbeiten für den James-Bond-Film «Im Geheimdienst Ihrer Majestät». Kein anderer Bond enthält so viel Schweiz. Der Agent erhob das Schilthorn zum weltbekannten «Magic Mountain» und rettete die verschuldete Schilthornbahn.
 
«Ah, Mister Bond!», sagt in manchem 007-Film der Gegenspieler beim Auftauchen des Geheimagenten, auch wenn dieser unerwünscht ist. In Mürren kam James Bond im März 1968 hingegen wie gerufen. Die knapp fertiggestellte funkelnagelneue Schilthornbahn bewegte sich auf einen immer höheren Schuldenberg zu. Auf dem Gipfel stand zwar der futuristische Rundbau des Berner Architekten Konrad Wolf, aber noch halb leer. «Perfekt», lautete das Urteil von Bond-Regisseur Peter Hunt, als ihm Hubert Fröhlich seine Entdeckung zeigte. Produktionsmanager Fröhlich war im Auftrag der Filmemacher von Gipfel zu Gipfel gereist auf der Suche nach einem realen Drehort für den Piz Gloria - einen fiktiven Oberengadiner Berg in Ian Flemings Bond-Roman. «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» konnte bisher nicht verfilmt werden, weil sich weder um St. Moritz noch im Arlberggebiet, um Innsbruck, in Corvara, in Cortina d'Ampezzo oder um Chamonix eine passende, spektakuläre Luftseilbahn finden liess. Erst in der Jungfrauregion bekam Fröhlich bei Rudolf Egger, Concierge des Hotels Adler in Grindelwald, eine Schilthorn-Ansichtskarte zu sehen und reiste sogleich nach Mürren.
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Der Bund,
13.10.2008.

Glorreicher Gipfel dank Bond

Vor 40 Jahren versetzte der Bond-Film-Dreh Mürren in Aufruhr - einer der Statisten war Ex-Nationalrat Peter Vollmer

 
Erst der fiktive britische Agent Bond machte die Schilthornbahn rentabel. Diesen Umstand und die Entstehungsgeschichte der einst längsten Luftseilbahn der Welt hat ein Historiker erstmals verknüpft.
 
Sarah Nowotny
 
Der britische Geheimagent James Bond rettet nicht bloss brachial die Welt: In der Schweiz übt er sich auch in Kultur- und Wirtschaftsförderung. So durfte der Schweizer Marc Forster Regie führen bei der jüngsten Episode mit dem Killer-Charmeur. Und vor genau 40 Jahren kurbelte der Bond-Streifen «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» das bis dahin schlecht laufende Geschäft der Schilthornbahn an.
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Daniel Bernet

Von Morgan bis Bond - Schilthornbahn 1959-1969

 
Der Bau der Schilthornbahn ist ein wichtiger Schritt in der Geschichte des mechanisierten Alpentourismus, ein Beispiel für den Gipfelbahnbau der Nachkriegszeit und Ausdruck der damals grassierenden «Seilbahnitis». Die Schilthornbahn im Berner Oberland stellte in den 1960er Jahren ein Projekt der Superlative dar: Sie war die längste Luftseilbahn der Welt, führte zum ersten Drehrestaurant auf einem Berggipfel, verfügte über einen der grössten Parkplätze der Schweiz und hatte Baukosten von gegen 30 Mio. Franken verursacht. Sie war ein aussergewöhnliches Projekt, in das grosse Hoffnungen gesetzt wurden.
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Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde
Heft 3, Oktober 2008
 
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